Direkter Sprung von der 2. in die 4. Dimension der digitalen Planung und Ausführung

BIM auf der Basis des parametrischen Ausführungsmodells überzeugt. Derart, dass Liesch Ingenieure AG den direkten Sprung von der 2D-Zeichnung zur modellbasierten Baustelle wagte. Mit positiver Auswirkung, wie die Zwischenbilanz punkto Effizienz und Qualität bei den Projekten und die Akzeptanz der Mitarbeitenden der Lösung ihres Digitalisierungspartners, BuildingPoint Schweiz AG, bereits wenige Monate nach der Einführung zeigten.

 

«Bis wir Tekla Structures von BuildingPoint und deren parametrisches Ausführungsmodell kennengelernt haben, ist jede andere BIM-Software an unseren Ansprüchen gescheitert.» So lassen sich Sandro Reinhard’s Erfahrungen als BIM-Verantwortlicher bei Liesch Ingenieure AG in Chur mit den Produkten anderer Hersteller zusammenfassen. Schon 2015 hatten die Bündner das Potenzial von BIM erkannt und begonnen, sich damit auseinanderzusetzen.  War zu Beginn die Annäherung an das modellbasierte Arbeiten noch rein informativ, wurde es bereits 2016 mit der Anschaffung einer BIM-Software ein erstes Mal konkret. Doch dieser Versuch wie auch der zweite im Jahr 2017 mit dem Produkt eines weiteren Anbieters blieben unter den Erwartungen und technischen Möglichkeiten. Dennoch gab sich Sandro Reinhard, der bereits damals digital affinste des Teams von Liesch, bei der Suche nach der optimalen BIM-Lösung nicht geschlagen.

Tekla Structures passt zu Liesch‘s gegenwärtigen Zielen und zu deren Vision für die Zukunft.

Als Schlüsselerlebnis bezeichnet er die Begegnung mit den Fachleuten von BuildingPoint Schweiz AG am open BIM Forum 2019 in Luzern. Die auf skandinavischen Vorbildern basierenden Lösungen, welche dort erstmalig von BuildingPoint Schweiz AG gezeigt wurden, begeisterten ihn und Michael Inauen, Mitinhaber von Liesch. Eine sehr gründliche Prüfung der Software Tekla Structures bestätigte den ersten Eindruck. Allein schon die Erkenntnis, enorm grossen Eigennutzen aus den Lösungen von BuildingPoint Schweiz für die internen Prozesse ziehen zu können, überzeugte die zwei, es ein drittes Mal mit BIM zu versuchen. Auch, weil Tekla Structures im Frühjahr 2019 auf die Schweizer Gegebenheiten hin optimiert wurden und ihnen so wie auch mit dem parametrischen Ausführungsmodell ermöglichte, was die anderen BIM-Lösungen bisher nicht bieten konnten: Sämtliche ihrer innerhalb eines Projekts geleisteten Arbeiten – von der Planung des Tragwerks, der Statik, über das Ausmass nach NPK bis hin zur Schalung, Betonierabschnitten und Bewehrung – präzis und umfassend attributiert in einem parametrischen Modell verknüpft abzubilden. Bereits durch die Bündelung dieser Informationen und den sich daraus ergebenden Synergien für den gesamten Planungsprozess inklusiv der Ausschreibung rechnete sich die Liesch Ingenieure AG eine messbare Effizienzsteigerung aus. Doch die Vorteile des modellbasierten Arbeitens suchten sie nicht nur in dessen wirtschaftlicher Natur. Die Möglichkeit, mit Tekla Structures jederzeit jedes Detail auch bei grösster Projektkomplexität abrufen und visuell kontrollieren zu können, kommt Liesch’s eigenem Qualitätsanspruch sehr entgegen. Die intelligenten Zeichnungen, welche aus dem hochpräzisen Ausführungsmodell abgeleitet werden, erfüllen nach einer entsprechenden Konfigurationszeit nun die Erwartungen der Churer Ingenieure.

Auf die Modelle von Architekten zu warten, lohnt sich oft nicht. Für sich selber und den Baumeister zu modellieren umso mehr.

Zwischenzeitlich konnten sie bereits auch schon Erfahrungen mit dem parametrischen Ausführungsmodell in der Zusammenarbeit mit anderen Gewerken sammeln. «Manchmal müssen wir die Tragwerkstrukturen, die wir von Architekten bekommen, selbst aufmodellieren, doch mehrheitlich klappt es bereits mit der Datenkonvertierung über die IFC-Schnittstelle. Insbesondere freuen wir uns aber, dass Baumeister aus unserer Region beginnen, auf modellbasierte Prozesse umzustellen, um mit unseren Ausführungsmodellen weiterarbeiten und das Potenzial von BIM in der Ausführung für sich nutzen zu können. Die Umstellung von Papier auf die modellbasierte Baustelle war dank der hohen Modellqualität von Tekla Structures sehr einfach realisierbar. Die ausführbaren Daten – beispielsweise für robotische Totalstationen oder modellbasierte Baustellen – konnten automatisiert, ohne langes koordinatives Hin- und Her mit dem Baumeister oder kostspielige externe Datenaufbereitung, direkt ausgegeben werden. Lückenloses openBIM-to-Field ist unsere Vision; mit Tekla und der Cloud-Lösung Trimble Connect sind wir schon heute bereit dafür. Mit den openBIM-fähigen Hard- sowie Messtechniklösungen der BuildingPoint werden unsere ausführbaren Daten direkt auf der Baustelle nutzbar», fasst Sandro Reinhard Gegenwart und Zukunft in Worte.

Das Ausführungsmodell des Bauingenieurs muss parametrisch sein und automatisch ausführbare Daten generieren, sonst ist es aufwändiger als 2D/3D-Modelle und entsprechend wertlos.

 

Erfolgsfaktor Parametrik
Als extrem wirksam für die Reduktion von Aufwand und Fehlerquellen taxiert Sandro Reinhard die Parametrik der Tekla-Modelle bei der Einarbeitung von Projektänderungen. Denn durch das Adaptionsvermögen des virtuellen Modells passen sich automatisch alle von einer Änderung betroffenen Elemente an die neuen Gegebenheiten an. Allzeit ist so die Aktualität sämtlicher relevanter Zeichnungen sowie der verbundenen Modellen für den Baumeister und damit auch diejenige der Arbeitsgrundlagen aller Projektbeteiligten sichergestellt. «Damit wir im parametrischen Ausführungsmodell alle für uns wichtigen baulichen Einzelheiten samt deren Zusammenspiel abbilden, jede Stufe unserer internen Arbeitsprozesse durchlaufen können, haben wir die Schweizer Umgebung noch mit grosser Sorgfalt durch individuelle Einstellungen erweitert,» führt Sandro Reinhard weiter aus und beschreibt damit den notwendigen, sich aber in allen Belangen lohnenden Denk- und Analyseaufwand, den er als Vorreiter im BIM-Team von Liesch investiert hatte. Die Optimierung der bereits umfänglichen Schweizer Umgebung von BuildingPoint an die Gegebenheiten von Liesch vereinfachte weiteren Teammitgliedern den Einstieg in das modellbasiere Arbeiten, so dass Tekla Structures schnell Akzeptanz in deren praktischem Arbeitsalltag fand.

Das Fazit von Sandro Reinhard könnte nicht deutlicher ausfallen: «Endlich sind wir in der Lage, Wünsche und Änderungen vom Baumeister oder Architekten rasch und problemlos zu verarbeiten.»

Mit starkem Partner in die digitale Zukunft
Tekla von BuildingPoint bietet nebst seinen vielen Einstellungsoptionen zusätzlich viel Flexibilität für die Programmierung individueller Zusatzfunktionen. Mit BuildingPoint Schweiz AG hat Liesch Ingenieure AG einen Partner, der sie mit umfassendem Know-how innerhalb kürzester Reaktionszeit unterstützt und zugleich auch die Begeisterung und den Ehrgeiz hat, an neuen herausfordernden Fragestellungen zu arbeiten und selbst für komplexe Adaptionen eine Lösung zu finden. Für die Bewehrung wurde beispielsweise gemeinsam in mehreren Schritten ein für Liesch passender Prozess definiert und darüber hinaus für den Ortbeton einige Funktionen entwickelt.

Nun beginnt mit zunehmenden Routine der Nutzen aus der Arbeit mit Modellen im Unternehmen langsam zu greifen. Die Liesch Ingenieure AG ist mit ihrem starken Partner BuildingPoint Schweiz AG sicher unterwegs in die Zukunft des Bauens, bereits heute ein digitales Kompetenzzentrum für das Tragwerk sowie eine attraktive Arbeitgeberin.